Malta

Wirtschaft

 

Malta hat eine sehr offene im- und exportabhängige Marktwirtschaft. 2012 sind u.a. die Sektoren Finanzdienstleistungen, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie freiberufliche und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen gewachsen. Der Warenimport Maltas lag im Jahr 2012 bei 6,1 Milliarden Euro (plus 15 Prozent), der Export stieg um 10 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Gem. vorläufigen Zahlen betrug das BIP im Jahr 2012 ca. 6,8 Milliarden Euro und soll damit im Vergleich zu 2011 um real 1,0 Prozent gestiegen sein. Das BIP je Einwohner betrug 16.300 Euro. Gemäß Eurostat hatte Malta im Juli 2013 eine Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent und lag damit im EU-Vergleich im unteren Viertel. Allerdings hat Malta mit 63,1 Prozent im Vergleich mit den anderen EU-Mitgliedstaaten nicht nur eine niedrige Erwerbstätigenquote, sondern mit 46,8 Prozent auch die zweitniedrigste Frauenerwerbsquote. Im Juli 2013 betrug die jährliche Inflationsrate in Malta 0,9 Prozent. Seit 2008 ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel in Malta.

(Quelle: Auswärtiges Amt/Wirtschaft)

Weltwirtschaftliche Entwicklungen sind in Malta aufgrund der Offenheit und der Kleinheit der Volkswirtschaft besonders spürbar. Seit den Anfängen ausländischer Direktinvestitionen in den 60er Jahren in Malta erlebt die maltesische Wirtschaft einen kontinuierlichen Strukturwandel. Anfänglich oft nur verlängerte Werkbank, hat sich Maltas Wirtschaft immer weiter in die Bereiche hochwertige Produktion und Dienstleistung entwickelt. Zu nennen wären derzeit insbesondere Finanzdienstleistungen, Onlineglücksspiele, pharmazeutische Industrie und Flugzeugwartung. Die globale Wirtschaftskrise wirkt sich auch auf Malta aus. Nachdem in den ersten 9 Monaten 2009 das BIP gesunken ist, wird für 2010 wird mit einem leichten Anstieg um 0,6 bis 1 Prozent gerechnet.

EU-Fördermittel spielen bei der Modernisierung des Landes eine wichtige Rolle. Für den Zeitraum 2007 bis 2013 rechnet Malta mit insgesamt 1.158,9 Millionen Euro.

(Quelle: Auswärtiges Amt/ Wirtschaft)

 

2010

2011

2012

2013*

2014*

Bruttoinlandprodukt (BIP, nom., Mrd. Euro)

6,8

7,1

7,4

BIP je Einwohner (Euro)

15.400

16.000

16.300

Inflation (in %)

3,2

1,1

1,8

Arbeitslosigkeit (in %)

6,4

6,4

6,3

Währung: Euro (EUR)

1 EUR = 100 Cent

Kurse (Ankauf) 1 EUR = ? US$

 

 

1,326

 

 

1,392

 

 

1,285

 

 

1,341

Warenexporte in Mrd. Euro

2,7

3,2

3,3

 

Warenimporte in Mrd. Euro

3,8

4,5

5,1

 

Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen
in Mrd. Euro

 

Deutsche Einfuhr (in Mio. EUR)

262,2

418,1

325,1

 

Deutsche Ausfuhr (in Mio. EUR)

417,2

323,2

318,0

 

* Prognose bzw. Schätzung

(Quelle: gtai/Wirtschaftsdaten Kompakt November 2013)

 

Die Ausfuhren verteilen sich wie folgt:

Gemäß Schätzungen sind mehr als 20 Prozent der Arbeitsplätze in Malta vom Tourismus abhängig. 2012 war erneut ein Rekordjahr und die Besucherzahlen stiegen um 2,1 Prozent auf 1,44 Millionen. Deutsche Touristen stellten 2012, nach den Urlaubern aus Großbritannien und Italien, mit 137.214 Maltaurlaubern (plus 2,5 Prozent) die drittgrößte Besuchergruppe dar. Die Zahl der Kreuzfahrttouristen hat sich im gleichen Zeitraum um 9,4 Prozent auf mehr als 600.000 Besucher erhöht. Die Zahl der deutschen Kreuzfahrturlauber ist um 4,1 Prozent (157.663 Besucher) gestiegen und ist mit Abstand die größte Gruppe.

Die zentrale Fremdenverkehrsbehörde „Malta Tourism Authority“ unterhält auch ein Büro in Frankfurt/M. Informationen zum Urlaubsland Malta finden sich in verschiedenen Sprachen auf der Internetseite der Maltesischen Tourismuszentrale (s. Linkliste rechts).

Die „Malta Financial Services Authority“ ist die Aufsichtsbehörde für den Finanzdienstleistungssektor und unterhält außerdem das Handelsregister. Die bedeutendsten Universalbanken vor Ort sind die HSBC (Zentrale in Großbritannien) und die Bank of Valletta. Zahlreiche internationale Großunternehmen haben in Malta Tochtergesellschaften im Finanzdienstleistungsbereich gegründet.

Gemäß Angaben der maltesischen Regierung hatte Malta Ende 2012 das größte Schiffsregister für Handelsschiffe in Europa. Der Container-Freihafen in Malta spielt eine wichtige Rolle als Umschlagplatz im Zentrum des Mittelmeers. Auf 175.000 Quadratmetern will die maltesische Regierung zusammen mit der Privatwirtschaft ein maritimes Zentrum errichten, in dem u.a. auch Forschung und Entwicklung betrieben werden soll.

Der öffentliche Dienst hatte immer einen großen Anteil an der Gesamtbeschäftigung, der aber in den letzten Jahren gesenkt wurde und im August 2012 ca. 27 Prozent betrug (Vollzeitbeschäftigung). Dabei war in der Vergangenheit ein Überhang in den Lohngruppen mit geringer Qualifizierung zu verzeichnen. Insbesondere seit dem Beitritt Maltas zur EU stieg die Nachfrage nach höher qualifizierten Kräften. Damit wuchs auch die Konkurrenz zur Privatwirtschaft als Arbeitgeber.

2012 ist das Haushaltsdefizit von 2,8 Prozent 2011 auf 3,3 Prozent gestiegen. Die Staatsverschuldung hat sich von 70,3 Prozent auf 72,1 Prozent erhöht. Bereits 2013 will die maltesische Regierung das Haushaltsdefizit wieder unter die 3-Prozent Marke bringen. Solide und nachhaltige öffentliche Finanzen sind oberstes Ziel der neuen Regierung. Probleme verursachen weiterhin die steigenden Kosten im Gesundheits-, Sozial- und Bildungssektor und insbesondere die steigenden Rentenausgaben mit wachsender Zahl der Rentenempfänger.

(Quelle: Auswärtiges Amt/Wirtschaft)

Die Hauptexportpartner sind:

Weltwirtschaftliche Entwicklungen sind in Malta aufgrund der Offenheit und der Kleinheit der Volkswirtschaft besonders spürbar. Seit den Anfängen ausländischer Direktinvestitionen in den 60er Jahren in Malta erlebt die maltesische Wirtschaft einen kontinuierlichen Strukturwandel. Maltas Wirtschaft entwickelte sich insbesondere in den Bereichen hochwertige Produktion und Dienstleistung. Zu nennen wären derzeit insbesondere Finanzdienstleistungen, Onlineglücksspiele, pharmazeutische Industrie und Flugzeugwartung. Darüber hinaus will Malta sich künftig als Standort für Biotechnologie und Kreativwirtschaft etablieren. Außerdem soll die maritime Wirtschaft noch stärker ausgebaut werden. 2012 ist das BIP real um 1,0 Prozent gestiegen. Die maltesische Regierung prognostiziert für 2013 ein Wachstum von 1,4%

EU-Fördermittel spielen bei der Modernisierung des Landes eine wichtige Rolle. Für den Zeitraum 2014 bis 2020 rechnet Malta mit insgesamt 1,128 Milliarden Euro.

(Quelle: Auswärtiges Amt/Wirtschaft)

Einstufung in Länderratings

 

Land
Position 1

Rang Deutschlands

Rang Maltas

Global Competitiveness Index 2013-2014

 

Schweiz

4

41

Corruption Perceptions Index 2013

 

Neuseeland

12

56

Index of Economic Freedom 2014

 

Hongkong

18

58

Foreign Direct Investment Confidence Index 2013

United States

 

7

nicht in den TOP 25

Doing Business 2013

Singapur

21

103