Global Supply Chain Design

Konzeption und Implementierung eines multikriteriellen Optimierungsmodells für die Gestaltung globaler Wertschöpfungsaktivitäten

2008

Autoren: Klaus Kohler (zugleich Dissertation Universität Würzburg)
Herausgeber: Ronald Bogaschewsky/Udo Buscher
Vertrieb durch: Centrum für Supply Management
Seiten: 245
Sprache: deutsch
Format: DIN A5 (nur noch als PDF verfügbar)
Erschienen: 01.10.2008
Artikelnummer/ISBN: 978-3-941048-00-3
Preis: 68 EUR (netto)

Bestellung: info@cfsm.de (nur noch als PDF verfügbar)

Eine Vielzahl von Unternehmen steht derzeit vor der Herausforderung, das eigene Wertschöpfungsnetzwerk neu zu planen und global auszurichten. Als Gründe hierfür können die Liberalisierung des Welthandels, der damit einhergehende, intensiver gewordene Wettbewerb mit „neuen“ Konkurrenten aus den Emerging Markets und die hohen Wachstumsziele vieler Unternehmen bei gleichzeitig saturierten Heimatmärkten angeführt werden. Die daraus resultierende Herausforderung besteht darin, ein komplexes Netzwerk von weltweit verteilten Lieferanten, eigenen Produktionsstätten und Distributionszentren sowie den damit einhergehenden Güterfluss zu managen. Besonders erfolgsversprechend ist dabei nicht nur bestehende Lieferanten, Produktionsstätten und Distributionszentren in die Überlegungen mit einzubeziehen, sondern zu überprüfen, ob eine Integration neuer, potenzieller Lieferanten, Produktionsstätten und Distributionszentren sinnvoll ist. Die vorliegende Arbeit umschreibt zunächst verbal alle wichtigen Aspekte, die beim Aufbau und der Konfiguration globaler Wertschöpfungsnetzwerke zu beachten sind. Da bereits in der Literatur eine Vielzahl entsprechender Supply Chain Design-Modelle bekannt sind, werden diese auf Basis einer umfangreichen Literaturstudie klassifiziert. Als Ergebnis daraus kann festgehalten werden, dass die bereits bekannten Modelle einerseits nur einzelne internationale Aspekte abbilden und andererseits eine Berücksichtigung der resul­tierenden Durchlaufzeiten unterbleibt. Auf dieser Grundlage wird ein neues lineares, gemischt-ganzzahliges Optimierungsmodell entworfen, das diese beiden Aspekte abbildet. Zudem wird erläutert, wie das Modell prototypisch in einem Softwaretool integriert worden ist. Daran anschließend wird ein Fallbeispiel anhand der Sartorius AG präsentiert, das den praktischen Nutzen des entworfenen Modells illustriert. Den Abschluss der Arbeit bilden eine kritische Reflexion sowie eine Darstellung von Aspekten, die bei Weiterentwicklungen berücksichtigt werden können.

Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Gegenstand des Supply Chain Design
   
2.1 Supply Chain Design als strategisches Supply Chain Management
    2.2 Planungsaufgaben des Supply Chain Design
    2.3 Wettbewerbsstrategische Überlegungen im Supply Chain Design
    2.4 Investitionsentscheidungen als ein wesentlicher Bestandteil des Supply Chain Design

3 Gestaltung globaler Wertschöpfungsaktivitäten
    3.1 Ziele und Strategien der Internationalisierung von Unternehmen
    3.2 Internationale Aspekte der Gestaltung von Wertschöpfungsstrukturen
          3.2.1 Faktorkosten und -produktivitäten
          3.2.2 Internationale Logistik
          3.2.3 Gewinnbesteuerung, Verrechnungspreise und Subventionen
          3.2.4 Zölle und Zollrückerstattungen
          3.2.5 Local Content-Bestimmungen
          3.2.6 Wechselkurse
 
4 Quantitative Planungsunterstützung im Supply Chain Design
    4.1 Mathematische Grundlagen
          4.1.1 Klassifikation unterschiedlicher Optimierungsmodelle
          4.1.2 Verfahren zur Lösung großer Netzwerkmodelle
          4.1.3 Mehrzieloptimierung
    4.2 Stand der Forschung und Literaturüberblick
          4.2.1 Abbildung internationaler Aspekte in Supply Chain Design-Modellen
          4.2.2 Zielgrößen von Supply Chain Design-Modellen
          4.2.3 Ansätze zur Berücksichtigung von Unsicherheit
    4.3 Zusammenfassung und Kritik

5 Entwurf eines mehrperiodigen Modells
   
5.1 Prozess des Supply Chain Design
    5.2 Beschreibung des Modellaufbaus
          5.2.1 Allgemeine Annahmen des Modells
          5.2.2 Problemadäquate Modellierung des Wertschöpfungssystems
          5.2.3 Abbildung von Investitionen
          5.2.4 Auswirkungen der Fertigung mit alternativen Ressourcen
          5.2.5 Modellierung von Restrukturierungszahlungen
          5.2.6 Modellierung mehrstufiger Produktionsprozesse
    5.3 Darstellung der Zielfunktion
    5.4 Nebenbedingungen
          5.4.1 Bedarfsdeckung und Ausgleich von Materialflüssen
          5.4.2 Modellierung von Kapazitäts- und Budgetbeschränkungen
          5.4.3 Zuordnung von Prozessschritten zu Ressourcen
          5.4.4 Modellierung von Zöllen und Zollrückerstattungen
          5.4.5 Modellierung von Local Content-Vorgaben
          5.4.6 Umsetzung strategischer Vorgaben
          5.4.7 Ermittlung der Lieferzeit
          5.4.8 Nichtnegativitätsbedingungen und Binärvariablen
    5.5 Mehrzieloptimierung
    5.6 Prototypische Umsetzung des Modells in einem Software-Tool

6 Fallbeispiel zur Konfiguration einer globalen Supply Chain
    6.1 Beschreibung der Problemstellung
    6.2 Ermittlung der Inputparameter
    6.3 Ergebnisdarstellung
          6.3.1 Optimierung nach Kapitalwert
          6.3.2 Mehrzieloptimierung nach Kapitalwert und Durchlaufzeit
          6.3.3 Sensitivitätsanalysen
          6.3.4 Zusammenfassende Bewertung und Empfehlung

7 Kritische Reflexion
   
7.1 Modellkritik und Ansätze zur Weiterentwicklung
    7.2 Weitere Fragestellungen in der praktischen Anwendung

8 Zusammenfassung und Ausblick