Mit der Globalisierung der
Beschaffungsmärkte und der Verschiebung der
Wertschöpfungsgrenzen zwischen den Unternehmen erreicht der
Einkaufs eine stetig steigende Bedeutung für den
Unternehmenserfolg. Global Sourcing ist zum weit verbreiteten
Schlagwort avanciert, um die enormen Wettbewerbsvorteile
globaler Beschaffungsmärkte auszuschöpfen.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen
ist die weltweite Beschaffung bei den leistungsfähigsten
Lieferanten ein Eckpfeiler beim Erhalt aus Ausbau ihrer globalen
Wettbewerbsfähigkeit im Standort Deutschland geworden. Global
Sourcing stellt heute aber keine Wahlmöglichkeit dar, sondern
ist eine Überlebensnotwendigkeit.
Der tatsächliche Stellenwert sieht in der Realität allerdings
ganz anders aus. Trotz enormer Kosten- und Qualitätsvorteile
muss Global Sourcing in deutschen Produktionsunternehmen immer
noch einen Platz in der zweiten Reihe einnehmen. Vielen
Unternehmen ist das Einsparungspotenzial im weltweiten Einkauf
offenbar noch nicht bewusst.
Bei den 100 größten Unternehmen in
Deutschland werden laut Wirtschaftswoche
schätzungsweise ca. 40 Mrd. €
jährlich im Einkauf verschenkt.
Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn wird der Hebel
"Global Sourcing" zur Optimierung der Einkaufskosten
noch weitaus weniger eingesetzt. Lediglich ca. 13 % der
deutschen Unternehmen decken ihren Beschaffungsbedarf
überwiegend international (Studie der Universität Köln und der Unternehmensberatung Masaï aus dem Jahre 2003), dagegen erreichen Unternehmen im
europäischen Ausland hier Werte bis zu über 50%.
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