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Im Mai 2004 ist Zypern der Europäischen Union beigetreten. Zypern ist u.a. Mitglied in den internationalen Wirtschaftsorganisationen: WTO, IWF; Weltbank, Weltzollorganisation. Daneben bestehen einige bilaterale Handelsabkommen.
Zwar liegt das BIP pro Kopf mit 16.600 Euro (2004) rund 20 % unter dem EU-Durchschnitt, ist zugleich aber das höchste unter den 10 neuen Mitgliedsländern. Strukturell ist die geteilte Insel weiterhin stark vom Dienstleistungssektor geprägt, der rund 75 % zur Entstehung des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Allein die Tourismuseinnahmen machen – allerdings in den vergangenen Jahren mit rückläufiger Tendenz - 13,8 % des BIP und etwa das Doppelte
der Warenexporte aus.
Die aktuelle wirtschaftliche Lage bietet ein gemischtes, überwiegend aber positives Bild: ein befriedigendes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit (Arbeitslosenquote rund 3,5 %), ein noch akzeptabler Preisanstieg, eine gegenüber dem Euro stabile Währung; allerdings starke Schieflagen im Außenhandel und Defizite im Staatshaushalt. 2004 konnte die zweijährige, durch rückläufige Tourismuseinnahmen geprägte Schwächephase überwunden werden.
Starke Ungleichgewichte prägen den Warenverkehr mit dem Ausland. Die Importe sind mehr als viermal so hoch wie die Exporte. 2004 ergab sich ein – im Vergleich
zum Vorjahr sogar erhöhtes – Handelsbilanzdefizit von 3,3 Mrd. Euro oder 26 % des BIP. Ein Großteil der Exporte sind Re-Exporte (z.B. japanische Kraftfahrzeuge nach Großbritannien).
Die wesentlichen Ausfuhrgüter Zyperns sind Agrarerzeugnisse (Kartoffeln, Wein, Zitrusfrüchte), Textilwaren, Zement und Pharmazeutika.
Die wichtigsten Einfuhrgüter sind Kraftfahrzeuge, Maschinen, Industriebedarf, elektrische Geräte sowie deren Ersatzteile und Konsumgüter.
Die Finanzierung bereitet wegen hoher Kapitalzuflüsse keine Probleme.
Die deutschen Direktinvestitionen beliefen sich in 2003 auf ca. 93,5 Mio. CYP. Grundsätzlich spielen deutsche Firmen auf Zypern keine eigenständige Rolle, allerdings sind die Produkte namhafter deutscher Unternehmen aus den Bereichen Kfz, Elektrogeräte, Baubedarf und Pharma durch einheimische Firmen vertreten.
Quellen:
Auswärtiges Amt: Länderinformationen Zypern
(Stand: 02/2005)
Bayerische Landesbank: Länderanalyse Zypern (Stand: 07/2005)
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