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Die tschechische Konjunktur hat ganz offensichtlich vom EU-Beitritt des Landes
profitiert. Im Jahr 2004 beschleunigte sich das Realwachstum des BIP auf 4,4 %.
Wachstumsmotor waren neben dem Export vor allem die Bruttoanlageinvestitionen,
die um 7,6 % expandierten. Mit 2,0 % verbuchte dagegen der Privatverbrauch
im vergangenen Jahr nur einen vergleichsweise moderaten Zuwachs.
2005 wird ein Gesamtjahresplus des BIP von rund 4,5 % (p) zu Buche stehen, 2006 dürfte sich dieser Trend fortsetzten.
Angefacht durch den EU-Beitritt des Landes verbuchte der tschechische Außenhandel bereits 2004 hohe Zuwachsraten.
Im bisherigen Jahresverlauf 2005 hat sich die gute Entwicklung des Außenhandels fortgesetzt. Die Exporte nahmen in der ersten Jahreshälfte mit 19 % gegenüber 13 % erneut kräftiger zu als die Importe, so dass die Handelsbilanz erstmals seit 1993 einen Halbjahresüberschuss aufwies.
Die ausländischen Direktinvestitionen summierten sich im ersten Halbjahr 2005 auf fast 5,7 Mrd. €. Damit wird in diesem Jahr der höchste Kapitalzufluss seit dem Rekordjahr 2002 zu
verzeichnen sein.
Auf Deutschland allein entfielen 34 % des tschechischen Außenhandels (36,4 % der Exporte und 31,5 % der Importe). Mit weitem Abstand folgen die Slowakei, Österreich, Italien und Frankreich. Mit einer Steigerungsrate von 21,5 % der deutschen Einfuhren (auf 19,35 Mrd. EUR) und 15,3 % der deutschen Ausfuhren (auf 16,99 Mrd. EUR) hat der deutsch-tschechische Handel 2004 nach dem EU-Beitritt weiter zugelegt. Damit hat die Tschechische Republik ihre führende Stellung unter den mittel- und osteuropäischen Handelspartnern Deutschlands und insgesamt ihren weltweit 11. Platz behauptet.
Tschechien ist Mitglied aller bedeutenden internationalen Wirtschaftsorganisationen sowie auf regionaler Ebene der CEFTA (Central European Free Trade Association). Auf Grundlage der Europaabkommen läuft der Industriegüterhandel mit den EU-Staaten weitgehend frei von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen. Aktive Exportförderung betreibt die dem Ministerium für Industrie und Handel unterstehende staatliche Agentur CzechTrade mit einem wachsenden Netz von Auslandsniederlassungen.
(p) = Prognose
Quellen:
Bayerischen Landesbank: Länderanalyse
Tschechien (Stand: 11/2005)
iXPOS: Länderinformationen
Tschechien (Zugriff: 07/2005)
Landesbank Hessen-Thüringen: Tschechien:
Wachstumsbelebung im Beitrittsjahr (Stand: 12/2003)
Auswärtiges Amt: Länderinformationen
Tschechien (Stand: 03/2005)
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