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Nach China ist Indien eins der wachstumsstärksten Länder. Am nominalen BIP gemessen hat das Land inzwischen Südkorea und Mexiko überholt. Trotz der wirtschaftlichen Erfolge und des Strukturwandels in Richtung Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft gehört Indien mit einem BIP pro Kopf von lediglich 635UD$ zu den ärmsten Ländern der Welt.
Das reale BIP expandierte in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich
5,8 %. Im vergangenen Jahr dürfte das reale BIP um 6,9 % gestiegen sein. Nach drei Quartalen – von April bis Dezember 2004 – konnte ein BIP-Zuwachs von 6,7 % erreicht werden. Das ist zwar im Vergleich zum Fiskaljahr 2003 (+8,5 %) eine Wachstumsverlangsamung, die allerdings ausschließlich auf das Konto des stagnierenden Agrarsektors ging.
Starke Wachstumsimpulse kamen im Fiskaljahr 2004 erneut von der Industrie, die ihren Output um knapp 8 % steigern konnte. Insbesondere die Investitionsgüterindustrie konnte durch die starke Nachfrage nach Erweiterungsinvestitionen überdurchschnittlich zulegen. Mit einem Plus von 8,9 % entwickelte sich auch der Dienstleistungssektor mit dem boomenden Softwarebereich weiterhin dynamisch. Selbst bei etwas nachlassender weltwirtschaftlicher Dynamik kann im kommenden Fiskaljahr mit Zuwachsraten des realen BIP von jeweils rund 7 % gerechnet werden.
Der Strukturwandel vom Primär- zum Tertiärsektor ist in vollem Gange. In einigen Segmenten wie Informationstechnologie, Pharmazie sowie insgesamt bei Forschungs- und Entwicklungsleistungen gehört Indien international zum Spitzenfeld. Andere Bereiche, vor allem in der Industrie und der Bankensektor, leiden dagegen nach wie vor unter dem starken
staatlichen Einfluss.
Die Export- und Importquote von 11 bzw. 15 % des BIP signalisieren noch beträchtliches Expansionspotenzial. So konnten 2004 auf Dollarbasis die Exporte um 24 % zulegen, während die Importe als Reflex der robusten Inlandsnachfrage sogar einen Zuwachs von knapp 35 % verzeichneten. Die unterschiedliche Dynamik bei Ein- und Ausfuhren verursachte allerdings einen weiteren Anstieg des Defizits in der seit Jahren passiven Handelsbilanz.
Unter den wichtigsten Abnehmerländern für Indien rangiert Deutschland an zweiter Stelle nach den USA. Bei den wichtigsten Lieferländern steht Deutschland auf Platz sechs der indischen Rangliste. Der bilaterale Warenaustausch weist bei einem bilateralen Handelsvolumen von gut 6,2 Mrd. Euro (2004) dennoch erheblichen Nachholbedarf auf. Seit über einem Jahr zeigen Ein- und Ausfuhren jedoch einen deutlichen Aufwärtstrend.
Etwa 75 % der nach Deutschland exportierten Gütern kommen aus folgenden Wirtschaftszeigen: Textilien (Leder, Seide etc.), Maschinenbau, chemische Erzeugnisse, Pharmazie, Elektrotechnik.
Für die Lieferantenrecherche steht eine portaleigene Zuliefererdatenbank zur Verfügung. Links zu weiteren Anbietern von
Export-/ und Zuliefererdatenbanken ermöglicht eine schnelle und einfache Beschaffungsmarktforschung zur Identifizierung potenzieller Lieferanten.
Zudem wird ein Netzwerk von erfahrenen und kompetenten Spezialisten in Deutschland und
Indien aufgebaut, dass eine sichere und erfolgreiche Durchführung von Beschaffungsaktivitäten in
Indien gewährleistet .
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