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Im März 2003 stimmte Malta in einem Referendum bei einer
Wahlbeteiligung von 91 % mit 53,6 % für einen EU-Beitritt.
Mit gerade einmal 400.000 Einwohnern ist die Mittelmeerinsel
Malta seit dem 1. Mai 2004 das kleinste Mitgliedsland der EU.
Die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren Maltas zeichnen seit
Jahren ein überwiegend positives Bild. Mit einer
Inflationsrate von 2 % ist das Preisniveau stabil, die
Arbeitslosenquote liegt mit 5,6 % (s) in 2003 unter dem
EU-Durchschnitt und auch die Wirtschaft kommt allmählich
wieder in Fahrt.
Im Jahr 2003 ist Malta mit einem negativen Wachstum von – 0,3 % sogar in die Rezession gerutscht. Seitdem hat sich die Wirtschaft zwar stabilisiert, großartige Sprünge sind jedoch ausgeblieben. 2004 wurde ein Wachstum von 1,0 % verzeichnet und für 2005 kann mit einem nur leicht besseren Ergebnis gerechnet werden. Wachstumsimpulse kommen neben der Belebung im Tourismusgeschäft vor allem von den Bauinvestitionen. Zudem werden im Zuge der Privatisierung und Deregulierung Wachstumsimpulse erwartet. Die wichtigsten Wirtschaftszweige Maltas sind Exportproduktion, Tourismus, Finanzdienstleistungen, Werften, Lohnveredelung und der öffentliche Sektor.
Der Anteil der Exporte von Waren und Dienstleistungen am BIP liegt bei 77 %. Bei den Importen sind es sogar 82 %. Der Außenhandel ist stark auf die EU ausgerichtet. Mit den Mitgliedsländern werden knapp die Hälfte der Ausfuhren und rund zwei Drittel der Einfuhren abgewickelt.
Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind elektronische Teile, Textilkleidung, Halb- und Fertigprodukte der Leichtindustrie, Leder- und Gummihalbfertigwaren, Schiffe und Boote, Druckerzeugnisse, Farbfernsehgeräte und -teile.
Die wichtigsten Einfuhrgüter sind petrochemische Produkte, Tafelwasser, tierische und pflanzliche Nahrungsmittel, Kraftfahrzeuge, Motoren und Getriebe für den Schiffs- und Bootsbau, Elektromaschinen, Ausrüstungsgüter, chemische und pharmazeutische Produkte, Papier- und Textilhalbfertigwaren.
Malta weist traditionell ein Handelsbilanzdefizit aus. 2004 erhöhte sich dieses auf 886 Mio. Euro. Gleichzeitig stieg der Fehlbetrag in der Leistungsbilanz auf 285 Mio. Euro oder 6,5 % des BIP. Allerdings kann Malta das Leistungsbilanzdefizit durch den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen mehr als kompensieren. 2004 war dies jedoch nicht mehr der Fall. Der Grund hierfür liegt u.a. in der gestiegenen Konkurrenz um ausländische Investoren durch die anderen EU-Beitrittsländer.
Quellen:
Auswärtiges Amt: Länderinformationen Malta (Stand: 03/2005)
Bayerische Landesbank: Länderanalyse Malta (Stand: 11/2005)
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