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Russland ist Mitglied von IWF und Weltbank und strebt mit Nachdruck die Mitgliedschaft in der WTO an. Mit der Unterzeichnung eines Protokolls mit der EU am 21. Mai 2004 ist Russland dem WTO-Beitritt ein gutes Stück näher gekommen. Neben der GUS ist Russland Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft, der Schwarzmeerkooperation sowie des Ostseerates. Grundlagen für die Zusammenarbeit mit der EU sind das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen vom Dezember 1997 sowie die im Juni 1999 von der EU verabschiedete Gemeinsame Strategie für Russland.
Die russische Wirtschaft hat sich von der schweren Finanzkrise des Jahres 1998 wesentlich schneller als erwartet erholt und befindet sich seit den letzten Jahren auf einem anhaltenden Wachstumspfad. 2004 expandierte das reale BIP um 7,1 %, für das Jahr 2005 ist eine Expansionsrate von rund 6,5 % zu erwarten. Von 1999 bis 2004 hat das reale BIP insgesamt um gut 47 % zugenommen. Die hohe Wachstumsdynamik ist in erster Linie im Absatzboom beim Erdöl und der damit verbundenen Preisexplosion begründet.
Hohen Exporterlösen – 2004 stieg der Export auf über 180 Milliarden US$ – standen lediglich Importe von rund 100 Milliarden US$ gegenüber. Damit verbuchte die Handelsbilanz wieder einen Rekordüberschuss von 80 Milliarden US$.
Russland verfügt über rund ein Drittel der weltweiten Gasreserven und ist der größte Gaslieferant. Gleichauf mit Saudi-Arabien ist das Land zudem der zweitgrößte Erdölproduzent. Auf Öl und Gas entfallen inzwischen annähernd zwei Drittel der russischen Exporte. Weitere Exportgüter sind Kohle, Strom eine sowie Metallen, Maschinen und Ausrüstungen. Bei den Importen dominieren Maschinen, Ausrüstungen und Fahrzeuge.
Der Anteil der EU am Außenhandel beträgt rund 50 %. Deutschland ist mit rund 8 % der Exporte und rund 15 % der Importe Russlands wichtigster Handelspartner. Das deutsche
Defizit im bilateralen Handel lag 2004 bei 1,2 Milliarden Euro.
Die ausländischen Direktinvestitionen legten mit 38,9 % kräftig zu und betrugen insgesamt 9,42 Mrd. USD. Bei den Gesamtinvestitionen lagen Luxemburg, Großbritannien und Zypern an der Spitze. Bei einem erheblichen Teil der von dort zugeflossenen Gelder dürfte es sich um Reinvestitionen russischen Kapitals handeln, das zwischenzeitlich dort angelegt war. Der Gesamtzufluss aus Deutschland war im Jahr 2004 mit 1,73 Mrd. USD, das entspricht 4,3 % der gesamten Auslandsinvestitionen, vergleichsweise gering. Bei den kumulierten Direktinvestitionen liegt Deutschland mit 9,32 Mrd. USD oder 11,4 % der gesamten ausländischen Investitionen derzeit an vierter Stelle nach Zypern, den Niederlanden und Luxemburg.
Quellen:
Bayerische Landesbank: Länderanalyse Russische Föderation (Stand: 11/2005)
Auswärtiges Amt: Länderinformationen Russische Föderation (Stand: 06/2005)
iXPOS: Länderinformationen Russische Föderation (Zugriff: 01/2004)
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