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Die Volksrepublik China hat in den vergangenen Jahren entwicklungspolitisch einen
rasanten Aufstieg vollzogen. Mit einem Anstieg des realen BIP in den letzten 10 Jahren von über 128 % ist das Land inzwischen die sechstgrößte Volkswirtschaft.
Legt man die Kaufkraft des BIP zugrunde, rangiert das Reich der Mitte hinter den USA sogar auf Platz zwei – deutlich vor Japan. Während das BIP pro Kopf 2003 erstmals die Schwelle von 1.000 Dollar überschritten hat, werden für 2005 1.400 US$ prognostiziert.
Ursachen der ausgeprägten Wachstumsdynamik sind die anhaltend hohen Auslandsinvestitionen und der boomende Außenhandel.
Zwischen 1994 und 2004 ist das Außenhandelsvolumen von 198 auf 1.155 Mrd. US$ um fast das Sechsfache gestiegen.
Die Volksrepublik wird auch in den kommenden Jahren von Auslandsinvestitionen überdurchschnittlich profitieren. Wenn der Finanzdienstleistungssektor weiter liberalisiert wird, müssen Ende 2006 die Zugangsbeschränkungen für ausländische Banken aufgehoben sein.
2004 flossen über 60 Mrd. Dollar an ausländischen Direktinvestitionen oder 3,6 % des BIP ins Land und damit mehr als in jedes andere Entwicklungsland. In den kommenden Jahren ist zumindest mit einem ähnlich hohen Kapitalzufluss zu rechnen.
2004 erhöhten sich die Ausfuhren nicht zuletzt als Folge der weltwirtschaftlichen Belebung um 35,4 % und die Einfuhren um 36 %. Die konjunkturgetrieben starke Inlandsnachfrage und die im Zuge des WTO-Beitritts reduzierten Einfuhrzölle sorgen für einen regelrechten Importboom. Bei den Importen weltweit bereits die Nummer drei, hat China auch bei den Exporten im vergangenen Jahr Japan auf Platz vier verdrängt. Das Land profitiert weiterhin von seinen komparativen Kostenvorteilen, insbesondere beim Faktor Arbeit.
Der bereits seit Jahren registrierte starke Expansionstrend im Warenverkehr zwischen Deutschland und China blieb auch 2004 ungebrochen. Während die deutschen
Lieferungen nach Fernost ein Plus von 15 % verzeichneten, legten die Bezüge um 26,4 % zu.
Mit einem bilateralen Handelsvolumen von 53,5 Mrd. Euro (2004) ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste außereuropäische Handelspartner Deutschlands.
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