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Slowakei    
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Die Slowakei trat zum 01.05.2004 der EU bei. Am 16. April 2003 wurde in Athen der Beitrittsvertrag zur EU unterzeichnet. Im Mai 2003 fand ein Referendum statt, in dem die Bürger den Beitritt des Landes zur EU mit 92,46 % bestätigten.

Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre ist vor allem auf die liberale und reformorientierte Wirtschaftspolitik unter Ministerpräsident Dzurinda zurückzuführen. Er hat unter anderem den Privatisierungsprozess entschlossen vorangetrieben, so dass der Anteil des privaten Sektors am BIP mit fast 90 % unter allen mittelosteuropäischen Beitrittsländern mittlerweile am höchsten ist. In den letzten Jahren führten die von der Regierung eingeleiteten Privatisierungen, die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie gezielte Investitionsanreize zu einem Anschwellen des Kapitalzustroms. So hat die Weltbank im September 2004 in der Studie "Doing Business in 2005" das Land als das reformfreudigste bei der Verbesserung des Investitionsklimas im Jahr 2004 bezeichnet.

Der Tertiärsektor trägt mit 61,3 % und der Sekundärsektor mit 34,2 % zum BIP bei. Das Bauwesen hält einen Anteil von 3,6 % des BIP. Den größten Anteil der Industrieproduktion nehmen der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die chemische und pharmazeutische Industrie, Energieerzeugung und Metallproduktion ein.

Die slowakische Wirtschaft wächst seit einigen Jahren kräftig. So wuchs das reale BIP seit 2001 jahresdurchschnittlich um über 4 %. 2004 waren es beachtliche 5,5 %. Neben der zunehmenden Bedeutung der heimischen Nachfrage wird der Außenhandel weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Konjunktur leisten. Dabei dürften auch die hohen und zudem meist exportorientierten ausländischen Direktinvestitionen sowie die robustere Wirtschaftsentwicklung innerhalb der EU eine Rolle spielen.

Insgesamt standen Einfuhren von umgerechnet 23,5 Milliarden Euro Ausfuhren von 22,5 Milliarden Euro gegenüber. Dadurch weitete sich das Handelsbilanzdefizit wieder auf gut 1 Milliarde Euro aus.

Für Deutschland ist die Slowakei unter den Ländern Mittel- und Osteuropas der fünftgrößte Handelspartner. Die wichtigsten Ausfuhrgüter der Slowakei sind Transportmittel, Maschinen und Anlagen. Insgesamt nimmt Deutschland mit 2,1 Mrd. EUR (22,7 %) den ersten Platz unter den ausländischen Investoren ein, gefolgt von den Niederlanden und Österreich. Die wichtigsten deutschen Investoren sind Deutsche Telekom, Volkswagen, Siemens, E-ON.

Für den Wirtschaftsstandort Slowakei spricht die positive wirtschaftliche Entwicklung sowie die gut ausgebaute Infrastruktur und das hohe Bildungsniveau, besonders im technischen Bereich. Für mögliche Investitionen eignen sich insbesondere Maschinenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Textil, Chemie und Holzindustrie.

Quellen:
Auswärtiges Amt: Länderinformationen Slowakei (Stand: 04/2005)
Bayerische Landesbank: Länderanalyse Slowakei (Stand: 03/2005)
iXPOS: Länderinformationen Slowakische Republik (Stand: 11/2004)
AHK: Wissenswertes über das Land (Zugriff: 05/2005)


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